Caroline Rosales: „Wir Frauen wurden zum Kooperieren erzogen.“

„Wenn ich an die 90er Jahre denke, dann denke ich an mich als Mädchen, wie ich bauchfrei auf irgendwelchen Partys auf Boxen tanze und mit dem Arsch wackele und denke, dass es cool aussieht.“ Als junge Frau wollte Caroline Rosales so sein wie Britney Spears. Sie wollte Männern gefallen und von anderen Frauen bewundert werden. Im Videointerview erklärt die Autorin des Buchs „Sexuell verfügbar“, wie stark die patriarchalen Mechanismen der Gesellschaft in uns wirken und warum es entscheidend ist, aktuelle Bewegungen wie #metoo fortzuführen, um sie endlich zu durchbrechen.


 

 

Es wird viel geredet über die patriarchalisch geprägte sexistische Gesellschaft, doch selten über den Nährboden, der das Wachstum solcher männlich-dominierten Machtstrukturen begünstigt. Caroline Rosales erzählt nah an ihrer eigenen Geschichte, wie bereits kleine Mädchen darauf konditioniert werden, lieb und höflich zu sein und dem Onkel doch ein Küsschen zu geben. Und wie aus diesen Mädchen Frauen werden, die mehr auf das Gegenüber achten als auf sich selber. Das müssen wir ändern. Denn es gibt viele Grauzonen zwischen unserer Erziehung, Missbrauch und Feminismus. Hier werden sie beleuchtet.

Caroline Rosales

Caroline Rosales

Caroline Rosales, geboren 1982 in Bonn, ist Autorin mehrerer Sachbücher, arbeitet als Redakteurin der FUNKE Zentralredaktion in Berlin und ist Kolumnistin der Berliner Morgenpost. Sie schreibt sie hauptsächlich über Kultur- und Gesellschaftsthemen. Mit ihren Beiträgen bei ZEIT Online über Prostitution, Mode, Mutterrollen oder Weiblichkeit sorgt sie gerne für Debatten. Mit ihren beiden Kindern lebt die Autorin in Berlin.

Foto: © privat

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