Annette Hess: „Man denkt man weiß so viel über Auschwitz und weiß es eben doch nicht.“

In „Deutsches Haus“ erzählt Annette Hess die Geschichte einer jungen Dolmetscherin, die Anfang der 1960er Jahre in Frankfurt beim ersten Auschwitz-Prozess die Zeugenaussagen übersetzen soll. Bis zu diesem Zeitpunkt hat Eva noch nie von den Gräueltaten der Nazis gehört. Im Interview verrät Annette Hess, woher ihre Inspiration für diese Figur stammt und warum es noch immer Dinge gibt, die wir nicht über den Nationalsozialismus wissen.


Das Buch 

Annette Hess Deutsches HausFrankfurt 1963. Eva, gelernte Dolmetscherin und jüngste Tochter der Wirtsleute Bruhns, steht kurz vor ihrer Verlobung. Unvorhergesehen wird sie gebeten, bei einem Prozess die Zeugenaussagen zu übersetzen. Ihre Eltern sind, wie ihr zukünftiger Verlobter, dagegen: Es ist der erste Auschwitz-Prozess, der in der Stadt gerade vorbereitet wird. Eva, die noch nie etwas von diesem Ort gehört hat, folgt ihrem Gefühl und widersetzt sich ihrer Familie. Sie nimmt die Herausforderung an, ohne zu ahnen, dass dieser Jahrhundertprozess nicht nur das Land, sondern auch ihr eigenes Leben unwiderruflich verändern wird.

„Deutsches Haus“ auf den Seiten der Ullstein Buchverlage 

 

 

 

Annette Hess

Annette Hess

Annette Hess stammt aus Hannover und studierte zunächst Malerei und Innenarchitektur, später Szenisches Schreiben. Sie arbeitete als freie Journalistin, Regieassistentin sowie Drehbuchlektorin. Seit 1998 ist sie ausschließlich als Drehbuchautorin tätig. Bekannt wurde sie durch ihre Fernsehserien WeissenseeKu’damm 56 und Ku’damm 59. Annette Hess lebt in Niedersachsen und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Grimme-Preis, den Frankfurter Preis der Autoren sowie den Deutschen Fernsehpreis. Deutsches Haus ist ihr erster Roman.

Foto: © Silvia Medina

Print Friendly, PDF & Email