„Alleine mit dem Hass der Gesellschaft”:
Jacinta Nandi zu #regrettingmotherhood

Eine israelische Studie, in der Frauen angeben, ihre Mutterschaft zu bereuen, löste im Netz unter #regrettingmotherhood eine heftige Debatte aus: Zweifel auszusprechen ist ein soziales Tabu. Doch warum eigentlich? Laut unserer Autorin Jacinta Nandi liegt das auch an unserer frauen- und kinderfeindlichen Gesellschaft.

von Jacinta Nandi

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Foto: Allenra917 / Flickr.com/ CC BY-SA 2.0

Als ich ein Kind war, habe ich immer den Papa aus „Hänsel und Gretel” gehasst. Ich habe verstanden, dass er gut sein sollte – nicht böse, nur schwach. Die Stiefmama, sie war böse, es war ihre Idee – aber der Papa war nicht böse. Er hat nur mitgemacht, weil er schwach war.

Ich habe mich immer gewundert: Wie konnte er seine Kinder so verraten? Am Ende kamen die Kinder nach Hause – nicht nur gerettet, sondern sogar reich. Was für ein Glück für den Papa, ne, was hätte er getan, wenn sie arm nach Hause gekommen wären? Noch einen Ausflug in den Wald organisiert? Dieses so berühmte Happy-End ist nur möglich, weil die Kinder reich waren und die Juwelen der toten Hexe hatten, und die Stiefmama so conveniently gestorben. Es gäbe kein Happy-End wenn die Kinder arm und hungrig nach Hause gekommen wären. Ich fand’s immer scheiße von ihm, habe mich immer gefragt: Wie konnten diese Kinder ihm je wieder vertrauen? Wie könnten sie ihm jemals vergeben?

Jetzt, als erwachsene Frau, verstehe ich das besser: Wir vergeben den Vätern schnell, wenn sie ihre Kinder verraten oder im Stich lassen. Sehr schnell, eigentlich sofort. Hänsel und Gretels Vater hat, in dem er die Kinder im Wäld aussetzte, NICHT seine Vaterschaft in Frage gestellt. Am Ende dieses Märchens ist er genauso sehr ihr Papa wie am Anfang. Okay, er hat (aus Verzweiflung) eigentlich dafür gesorgt, dass die beiden Kinder sterben sollten – aber sie sind nicht gestorben und deswegen musste er nicht für seine Tat büßen.

Eine Mama, die ihre Kinder später als sieben aufbleiben lässt, ist eine Rabenmutter, aber Männer dürfen nach Halle oder nach Brasilien oder zum Mars fahren und sie sind nie Rabenväter. Männer können keine Rabenväter werden. Ich glaube nicht, dass das alles mit der Frauenfeindlichkeit der Gesellschaft erklärt werden kann. Vieles schon, aber nicht alles. Es hat auch damit zu tun, dass ein Mann seine Vaterschaft überhaupt in Frage stellen kann – dass ein Mann (ohne DNS-Vaterschafts-Test) nie wissen kann, ob er der biologische Papa ist. Vaterschaft ist unverbindlich, die Erwartungen an Männer, die Kinder haben, sind unverbindlich. Und die Erwartungen an Frauen, die Kinder haben, sind unerträglich.

Heutzutage gibt es zwei Klassen von Frauen: Frauen mit Kindern und Frauen ohne. Männer sind immer Männer, egal ob sie Kinder haben oder nicht. Sogar die alleinerziehenden Papas sind nie alleine mit den Kindern, so wie Frauen es sind. Denn die Gesellschaft bewundert sie so sehr. Alleinerziehende Frauen sind alleine mit ihren Kindern. Sie befinden sich eigentlich in Isolationshaft. Sie sind alleine mit ihren Kindern und dem Hass der Gesellschaft, dem Druck, alles richtig machen zu müssen und nie zu genügen, und mit ein paar Witzen über Prenzlberg-Mamas, die stillen und gleichzeitig entkoffeinierte Latte Macchiattos schlürfen, die sie irgendwie trösten sollen.

„Ihr Kind soll ins Bett!”, sagte man mir um LITERALLY 19:20 Uhr am Späti auf der Samariterstraße und ich habe meine Mutterschaft nicht bereut. Mein Sohn war sechs Monate alt und wir hatten keine Termine am nächsten Tag, aber für uns gab es eine Sperrstunde. Ich habe meine Mutterschaft nicht bereut.

„Ihr Kind braucht Socken!”, sagte man mir LITERALLY im Hochsommer auf der Simon-Dach-Straße, er im Kinderwagen, und barfuß, „ihr Kind tut mir ganz doll leid!” und ich habe meine Mutterschaft nicht bereut, so überhaupt gar nicht bereut.

„Brauchteste Kindergeld, wa?”, fragte man mich im Fahrstuhl am Alexanderplatz und ich habe peinlich berührt gelacht und meine Mutterschaft nicht bereut. Ich dachte nur, dass der Mann, der das gesagt hat, ein Arschloch war, und das denke ich noch heute. Falls Sie das lesen: Sie sind ein Arschloch, das habe ich damals irgendwie vergessen zu sagen. Entschuldigung, aber meine Mutterschaft habe ich nicht bereut.

Jahre später schickte mir mein Ex eine Nachricht auf Facebook: „Ich gratuliere dir zu Lennys Karies! Was für eine tolle Mama du bist!” Und ich heulte, kletterte zurück ins Bett um vier Uhr nachmittags und habe meine Mutterschaft nicht bereut. ICH HABE MEINE MUTTERSCHAFT NICHT BEREUT. Ich habe meine Mutterschaft nicht bereut.

Ich war jung, als ich mit meinem Sohn schwanger geworden bin, 23. Der Arzt, den ich überreden wollte, eine Abtreibung zu machen, hat mir gesagt, dass ich eine Krankheit habe, eine psychische Störung, bei der man immer schwanger wird und abtreiben muss, bis man endlich ein Kind kriegt, weil man eigentlich ein Kind bekommen möchte. So eine schreckliche Krankheit, ne, das einzige Heilmittel dafür ist, ein Kind zu bekommen. Irgendwie hatte er recht, dieser Arzt – seit Lenny geboren ist, werde ich jedenfalls nie schwanger. Aber ich glaube, dass es auch an den Jungs liegen könnte (sie verhüten lieber beim Ficken mit alleinerziehenden Frauen).

Mein Sohn Lenny ist also ein NICHT abgetriebenes Kind: genau eines der Kinder, über die unter #regrettingmotherhood Texte geschrieben worden sind. Ich war, ehrlich gesagt, ein bisschen schockiert über den Shitstorm, den #regrettingmotherhood verursacht hat. Ich dachte nämlich immer, dass die Leute in Deutschland solche Mamas hassen, die ihre Kinder ZU SEHR lieben. Oder? Diese smug bitches in Prenzlauer Berg, die ihre neugeborenen Babys in ihren riesigen Kinderwagen liebevoll und smug anschauen, tief einatmen und sich dann umschauen, um zu sehen, ob die Bauarbeiter an der Ampel bemerkt haben, wie süß ihre Babys sind? Ich war ein bisschen überrascht, dass Frauen, die ihre Mutterschaft ablehnen, AUCH inakzeptabel sind. Fast würde man denken, dass jede Art Mütter gehasst wird; Frauen und ihre Kinder werden nicht akzeptiert, sie werden abgelehnt, sie werden immer gedisst.

Frauen und ihre Kinder dürfen nirgendwo hin. In den Kunstgalerien hängen Bilder von Maria mit Jesus, manchmal sind ihre Titten beim Stillen so groß und rund wie Melonen, man geht in die Kunstgalerien und bewundert diese tolle Frau, diese hübsche Mama, mit ihren tollen Titten und dem öffentlichen Stillen. Aber wenn im Café der Kunstgalerie eine Frau stillt, ist es eklig. Wenn ein Baby weint, ist es zu laut. Wenn Frauen und ihre Kinder in der Öffentlichkeit existieren, ist es eine Zumutung. Die Existenz von Frauen und ihren Kindern ist anstrengend, sie strengt die Gesellschaft an. Sollen wir das leugnen? Wir können das nicht leugnen. Genau so sehr wie wir Maria und Jesus gut finden, finden wir Frauen und ihre Kinder scheiße. Sie sollen einfach leise sein, Frauen und ihre Kinder: im Kunstgaleriecafé, im Fahrstuhl, am See. Sie sollen genau so leise sein wie die Bilder von Maria und Jesus. Eigentlich sollen sie aufhören zu existieren oder zuhause bleiben, in ihrer Isolationshaft, Stunden um Stunden alleine und schweigend und nie im Zug, nie in der Öffentlichkeit, wo sie Männer und Frauen ohne Kinder stören könnten.

Aber vielleicht ist dieser Ekel, egal wie deprimierend oder moralisch falsch – und es ist offensichtlich moralisch falsch, sich über weinende Babys im Zug zu beschweren, statt über brüllende Neo-Nazis oder über schreiende Kinder auf dem Spielplatz statt über die Männer, die in ihren Porsches rumtosen – vielleicht ist er auch natürlich, irgendwie. Vielleicht ist er normal und natürlich und unvermeidbar? Ich weiß es nicht. Ich hoffe es nicht, aber ich fürchte es fast.

Eine stillende Mama oder eine schwangere Frau oder eine müde Alleinerziehende sind im Gegensatz zu einem reichen Mann in einem Porsche immer eine Erinnerung daran, dass wir Menschen nur Tiere sind. Wir sind Tiere, die ficken, um sich zu vermehren. Wir sind Säugetiere, weich und schwach. Wenn wir unseren Babytieren nicht erlauben, an unseren Titten zu lutschen, heulen sie laut. Ein Mann im Porsche dagegen ist Teil einer Maschine geworden. Wenn wir einen Mann in einem Porsche angucken, können wir vergessen, dass wir Tiere sind. Die Existenz von Frauen und ihren Kindern aber erinnert uns daran.

Ich habe natürlich meine Mutterschaft mal bereut. Jedes Mal, wenn ich meinem Sohn weh tun wollte. Als er Baby war und ich alleine, und er hörte nicht auf zu schreien. Er schrie und schrie und ich wollte ihm weh tun, ich wollte, dass er aufhört. Da habe ich meine Mutterschaft mal bereut. Oder jedes Mal, wenn ich dachte, ich sei eine so schlechte Mama, dass es ihm besser ginge, wenn er nicht geboren wäre; besser überhaupt nicht geboren, als am Leben mit so einer schlechten Mutter wie mir. Jedes Mal, wenn ich mein Bestes gegeben habe, und mein Bestes nicht gut genug war. Oder als mein Ex mich beim Jugendamt verpetzt hat. Oder als mein Sohn mich gebissen hat, wegen einer Club Penguin-Karte. Als ich so alleine war, alleine und erschöpft. Als ich überfordert war, überfordert und überwältigt, überfordert und alleine.

Es ist eigentlich unlogisch, dass Frauen das nicht zugeben dürfen. Diese Frauen, die man nicht im Café sitzen lassen will! Wenn eine Frau mit einem Baby im Café sitzt und stillt, wie eine Kuh, macht sie etwas Revolutionäres – es ist nicht direkt verboten, wie sich schminken bei den Taliban, aber es ist ungefähr so sozial akzeptiert, wie Tampons tauschen in der U-Bahn. Sie sind so alleine und ausgegrenzt – und dann ist man überrascht, dass sie ihre Mutterschaft bereuen? Was, bitte schön, denkt ihr denn? Sie sind alleine gelassen und sie sollen leise sein, man will von ihnen nichts mehr hören. Ab und zu fährt eine Alleinerziehende in den Urlaub und ein Kleinkind verhungert zuhause. Oder eine Frau ertränkt ihre neugeborenen Babys in Beton und versteckt sie wie tote Katzenbabys in Blumentöpfen. Oder eine Teenagerin ertränkt ihr Baby in der Badewanne – oder in Beton in der Badewanne – UND IHR SEID SCHOCKIERT? Ist das eurer Ernst? Ich bin nicht schockiert. Ich bin überrascht, dass es nicht öfter passiert.

Nee, ich bereue meine Mutterschaft nicht. Ich bereue es, dass ich in einer Gesellschaft lebe, die nicht bemerkt hat, dass sie die Frauen und ihre Kinder ausgrenzt und dafür bestraft, dass sie schwach sind, schwach und weich. Eine Gesellschaft, die Frauen und Kindern nur in Bildern zu existieren erlaubt. Die nur hinguckt, wenn die Babys sterben, um dann zu sagen, dass die Mama eine Schlampe gewesen ist. Das bereue ich. Und das solltet ihr auch bereuen.


→ mehr über die Autorin

Nandi_Jacinta__skaliertJacinta Nandi
Jacinta Nandi wurde 1980 in Ost-London geboren und kam mit zwanzig nach Berlin. Sie schreibt für die taz die Kolumne „Die gute Ausländerin“ und den Blog „Riotmama“ sowie als Amok-Mama einen Blog für das englischsprachige Stadtmagazin Exberliner. Jacinta Nandi ist Mitglied der Lesebühne Rakete 2000. Ihr Buch „Nichts gegen blasen“ ist im April bei Ullstein extra erschienen.

 

Weblinks
„Nichts gegen blasen“ auf den Seiten der Ullstein Buchverlage
Jacinta Nandi bei Twitter

49 Comments

  1. Wow! Toll! Danke für deinen Text. Du hast SO recht. @)->–

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  2. Der Hammer! Super Text, ich bin volll bei Dir und ich lieben Deine Worte! Danke!!!!!

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  3. Würd ich Dir nicht schon auf twitter folgen, spätestens JETZT SOFORT würde ich es tun. Danke für’s meine Gedanken in die richtige Reihenfolge rücken! Toller Text, tolle Attitüde!

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  4. krass ehrlich. Krass realistisch. Krass aus der Seele geschrieben.
    Mehr als das geht fast nicht, um diese Angeheitzte Diskussion zu kommentieren.
    Wie ich finde, sehr auf den Punkt. Es ist so verdammt leicht auf der kommerziellen/ materiellen/oberflächlichen Ebene zu beeindrucken bzw Verständnis zu ernten.
    Geht es aber um die Wurzeln unserer Existenz ist doch bitte selbstverständlich und ungefragt Perfektion angesagt. Nur bitte den Ball flach halten und nicht übertreiben.
    ALLES andere wird nicht akzeptiert. Gnadenlos als no-go kaputt diskutiert oder totgeschwiegen.
    Man traut sich als Mutter, die es, in welcher Form auch immer (!!!!!!), nicht leicht hat und irgendwie kämpfen muss, überhaupt nicht zu sagen was man denkt, oder gar nach Hilfe oder sogar nach Verständnis zu fragen.
    Und noch viel schlimmer; es ungefragt zu bekommen.
    Schade.

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  5. Konnte nur bis „unsere frauenfeindliche Gesellschaft“ lesen. Wer schon im Aufmacher so einen Quatsch erzählt, kann auch mit 1000 Zeilen Text keinen Erkenntnisgewinn liefern. Schade.

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  6. Ich weiß ja nicht, in welchem detuschland Sie leben, aber da wo ich lebe, werden Mütter und Mutterschaft wie ein heiliges Ding verehrt.

    Man trägt Müttern den Kinderwagen die u-bahn-treppen hinunter und hält ihnen die türen auf und pöbelt sie niemals an, wie das Männer immer befürchten müssen.

    Frauen udn besonders Frauen mit Kindern / Mütter sind heilig und haben eine ganz besondere Stellung.

    Das mag man richtig finden oder nicht, aber es hat eben nichts mit der Parallelrealität zu tun, die sie hier beschreiben.

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    1. Darf ich dich fragen in welcher Welt du lebst ?
      Klar gibt es viele hilfsbereite Menschen die einem auch beim Tragen des Kinderwagens helfen, Türen aufhalten oder ihren Sitzplatz für eine schwangere hergeben. Aber dies kommt viel zu selten vor !
      Viel öfter drängeln die Menschen sich an einem vorbei, lassen einen weder in noch aus dem Bus raus. Laufen einfach an dir vorbei wenn du deinen Kinderwagen runter oder hoch trägst.
      Als ich im Sommer vor zwei jahren schwanger War und einen mann fragte ob ich mich bitte auf seinen Platz setzen darf hörte ich lediglich: „Schwangerschaft ist keine Krankheit !“ So setzte ich mich in der sbahn auf den Boden weil mein Kreislauf ziemlich im Keller War. KEINER ist aufgestanden !! Ich wurde angeguckt als wäre ich etwas minderwertigeres!
      Genauso wird man in den meisten Restaurants dumm angeguckt wenn man mit Kind dort hin geht. Wenn das Kind dort dann laut spielt und sich mit fast zwei Jahren eben noch nicht an tischmanieren halten kann und dort das essen auch mal auf dem Boden oder in den Haaren landet.
      In vielen Restaurants haben sie nicht einmal kinderstühle!

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    2. Jeder zweite Mann, den ich bitte beim Kinderwagen zu helfen, hat Rücken. Fast jede Frau, egal wie viel sie selbst zu tragen hat, hilft.

      …lustig, wie unterschiedlich die Erfahrungen sind.

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    3. Whow! Da möchte ich auch wohnen! In Berlin ist das definitiv anders.
      Bis zum Ende meiner Schwangerschaft ist niemand für mich in irgendeiner Bahn aufgestanden. Ich hab die Male nicht gezählt, die ich mit Kinderwagen versucht habe in einen Bus zu kommen und angeraunzt wurde, dass es dort schon so voll sei.
      Die Male, die am Hauptbahnhof die Leute an mir vorbeigedrängelt sind, um vor mir in den Fahrstuhl zu kommen.
      Und dass ein Mann beim Kinderwagentragen hilft – ja, das passierte schon mal. So ein, zweimal im Monat bestimmt.

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  7. MutterCourage 9. Mai 2015 um 17:35

    Danke. Selbst, wenn man mal verheiratet war, ist man sozusagen abgeschrieben in diesem Land und mit behindertem Kind sowieso. Meinen aufrichtigen Dank, ich bereue mein Kind nicht, aber anscheinend bereit mich diese Gesellschaft und ein absolut väterfreundliches Familienrecht!

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  8. Kim Schweda 9. Mai 2015 um 21:15

    Der Artikel ist super geschrieben. Ich habe das Mutter-Sein ebenfalls nicht bereut, ich bereue heute nur die ein oder andere Entscheidung in Bezug auf die Trennung vom Vater. Wäre ich früher gegangen sähe die Welt heute anders aus. Ich bin stolz auf meine Kinder!!

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  9. [..] Heutzutage gibt es zwei Klassen von Frauen:
    [..] Frauen mit Kindern und Frauen ohne. Männer
    [..] sind immer Männer, egal ob sie Kinder haben oder nicht.

    sorry, an der stelle bin ich ausgestiegen.

    ich bin: papa von drei töchtern, die ich für 2 jahre komplett alleine erzogen habe, alle heute erwachsen & im studium, sprich ich habe das in den 90ern gemacht.

    sei mir nicht böse, aber du kreiselst in deinem eigenen universum, in dem die dinge „so und so“ sind, also ziemlich einfach. sie sind aber sehr viel komplexer und männer sind es – überraschung! – auch.

    auf die frage, warum sich viele frauen überhaupt männer „zulegen“ antworte ich mittlerweile nur noch mit „damit sie beweisen können, daß sie einer, wenigstens einer lieb hat“. mit kindern, tut mir leid, das sagen zu müssen, scheint es auch so zu sein. jetzt scheint es ein paar zu geben, denen das irgendwie auffällt, daß sie was gemacht haben, was sie im nachhinein bereuen. vielleicht sollte die eine oder andere mal anfangen, vorher über solche sachen und deren ernsthaftigkeit nachzudenken, bevor sie sich ihre „wünsche“ erfüllen.

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    1. Es gibt immer unter Texten, die Mutterschaft und Vaterschaft und die Reaktionen der Gesellschaft auf die beiden Konstrukte kritisieren und durchleuchten, Kommentare wie den ihren.

      Sie haben ganze zwei Jahre drei Töchter alleine aufgezogen. Das heißt die jetzt studierenden 20- bis 25-Jährigen haben sie 18 bis 23 Jahre mit Hilfe einer Partnerin oder eines Partners aufgezogen. Viele alleinerziehende Frauen bleiben weit länger oder während der gesamten Dauer der Kinderzeit allein – oft auch darüber hinaus. Selbst wenn sie nicht mehr allein sind, sind sie oft dauerhaft ökonomisch benachteiligter im Vergleich mit alleinerziehenden Vätern, im Übrigen eine verschwindend geringe Anzahl.

      Dass Frauen schwanger werden, Kinder gebären und darüber hinaus von Partnern oft den Löwenanteil, wenn nicht alle Care-Arbeit zugewiesen bekommen – die gleichzeitig nicht nur unterbewertet sondern sogar ökonomisch bestraft wird, ist nur möglich, weil die Gesellschaft diese Unterbe- und Abwertung zulässt. Dabei haben Kinder eigentlich Rechte, auf Sicherheit, Entwicklung und Chancengleichheit – die ihnen aber in der Konsequenz von der Gesellschaft verweigert werden. Weil sie ihren Müttern verweigert werden.

      Im Übrigen könnte man Ihnen ebenso unterstellen, wie Sie es anderen vorwerfen, dass Sie sich ihre drei Töchter ja nur zugelegt haben, damit Sie irgendjemand lieb hat. Und den Menschen in der späteren, unterstützenden Partnerschaft auch. Was beweist das? Dass wir Menschen sind, die Zuwendung und Gesellschaft brauchen. Dass Sie genau das Frauen als niederes Motiv vorhalten, spricht ja nur dafür, dass Sie offenbar Frauen den Status „Mensch“ nicht zuerkennen, und damit den wesentlichsten Punkt des Artikels bestätigen.

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  10. Niemand hier in Asien hat so viel Rechte und Absicherung wie ihr in Deutschlande. Aber ihr Deutsche macht aus allem eine Ideologie. Hauptsache, ich kann jammern und andere dafür verantwortlich machen. Wenn man Frauen ablehnt, die ihre Mutterschaft bedauern, dann nur, weil sie das aus völlig unreifen Gründen tun. Wer sich betroffen fühlt von unbedeutenden Bemerkungen wie „mir tut dein Kind Leid“, der hat ein Problem und es ist nicht die Gesellschaft, sondern sein unreifer Geist. Deutsche, werdet endlich erwachsen

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  11. Danke für deine Worte- du hast soon Recht!!! Nur einen Punkt hast du vergessen. Eine Mutter darf auch nicht arbeiten, weil die AG Angst haben das sie nicht flexible ist oder das böse Kind krank wird. Und wenn sie doch eine Arbeitsstelle findet, dann verdient sie so wenig das sie beim Amt trotzdem noch betteln muss!!!

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  12. wirklich ein sehr guter Text!
    In Asien liegt übrigens China, das einzige Land der Welt, in dem die Selbstmordrate bei Frauen größer ist als bei Männern, nur mal so viel dazu.
    Und in Ländern, in denen Missstände nicht mal besprochen werden dürfen, geht es in der Regel auch deshalb den meisten noch schlechter.

    Dass Männer, auch „alleinerziehende Väter“ die Probleme nicht sehen, ist klar: Sie haben sie nicht. Sie haben alle möglichen Frauen, die ihnen andauernd helfen (wollen), sie haben sogar eine Art Bonus beim anderen Geschlecht als endlich mal einer, der anders und so..

    „Frau“ aber wird nach wie vor als eine Art Gebrauchsgegenstand gesehen, brauchbar und FÜR Adam aus dessen Rippe erschaffen (ein Kapitel, das im Übrigen keine der drei monotheistischen Weltreligionen weggelassen hat), um ihm zu dienen. Diese Anspruchshaltung ist schwer aus den Köpfen wieder wegzukriegen, in die sie mal hirngewaschen wurde.

    Wenn das Kind mal aus dem Haus ist, wirst du merken, dass für eine Frau auch ohne Kind die Hassattacken nicht aufhören, dann geht es los mit dem Alter oder dass deine Generation die Welt an den Rand des Abgrunds getrieben habe oder halt die Überbevölkerung losgetreten oder was auch immer.
    Und sowieso wirkt sich der Hass auf alles Kleinere, Schwächere und Loser im Allgemeinen auch auf Männer aus, alles in allem.

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  13. Jacinta Nandi, I love you!

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  14. […] Schön zu lesen ist zudem der Artikel von Martina Läubli zu Tabubrüchen am Muttertag in der NZZ sowie der Text von Jacinta Nandi auf Resonanzboden: ‘Alleine mit dem Hass der Gesellschaft‘. […]

    Antworten

  15. An die Threaderstellerin.

    Du misst hier mit zweierlei Maß und bedienst dich allein deinen Erfahrungen. Wenn ein Mann seine Kinder vernachlässigt, dann ist er genauso ein Rabenvater als wenn das die Mutter täte. Wenn ein Vater arbeitsbedingt nach Halle oder zum Mond fahren muss, dann kann er dafür nicht als Rabenvater bezichtigt werden. Das wäre nicht fair. Er bringt das Geld nach Hause. Genauso, wenn die Mutter arbeiten ginge und der Vater hätte die Rolle auf die Kinder aufzupassen. Dann wäre der Vater ein Rabenvater, wenn er den Kindern nichts anständiges kocht und verwahrlosen ließe. Genauso wie wenn das eine Mutter täte. Und die Mutter die arbeitsbedingt nach Halle oder zum Mars fliegen muss, wäre genauso keine Rabenmutter.

    Ich verstehe nicht, was dieses künstliche Frontenerzeugen soll?

    Mach bitte die Augen auf und bewerte jeden MEnschen gleich, egal ob Mann oder Frau, egal ob Vater oder Mutter. Und verallgemeinere nicht Vater- und Mutterrolle. Das kommt immer auf die Situation drauf an. Ein alleinerziehender Vater hat eine ganz andere Vaterrolle als ein Vater der arbeiten geht wo die Frau zu hause ist. ODER UMGEKEHRT, wo der Mann zu hause ist oder die Mutter alleinerziehend ist.

    Nicht mit zweierlei Maß messen. BITTE. WÄre besser für die Menschheit, wenn mehr sinnvolle Gedanken in die Welt geschrie(be)n würden.

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    1. Nicht die Autorin misst mit zweierlei Maß, sondern sie führt plausibel aus, dass die Gesellschaft es tut und dass genau das der Missstand ist, um den es im Artikel geht…

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      1. Ehrlich gesagt macht sie es selbst nicht besser. Ist echt n schockierender Artikel, aber leider dann doch viel zu emotional aufgeladen und daher einseitig. Man muss halt mit seinen Entscheidungen im Leben leben! Väter genauso wie Mütter…

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  16. Hallo,
    vorletzten Sonntag gab es einen Tatort, indem ein Junge aus Kummer darüber seinen Vater ermordet hat, weil dieser sagte, dass er nie ein Kind haben wollte und das nun bereue. Er wollte seine Freiheit, sein altes Leben wieder. Ganz ehrlich: ich hatte nicht mit dem Ermordeten Mitleid, sondern mit dem Jungen. Ja, das ist extrem, aber zeigt deutlich ein Problem auf. Kinder können sich ihre Eltern nicht aussuchen. Sie können nichts für die Situation, falschen Abbiegungen im Leben der Eltern. Wie John sagt: es ist eine unreife und meiner Meinung nach gefährliche Aktion, die hoffentlich ganz schnell wieder abebbt. Das Netz vergisst nie und unsere Kids googlen sicher irgendwann nach unserer Netzidentität. Schlimm, wenn sie diese Aussagen ungefiltert aus dem Netz erfahren. Ich bin nicht der Meinung, dass man sich nicht nach seinem alten Leben sehnen darf…wer tut das nicht manchmal…aber bitte doch nicht per # im Netz! Wenn man als Erwachsener mit seiner Situation unzufrieden ist, hat man gefälligst etwas dagegen zu tun. Zufriedene Eltern = zufriedene Kinder.

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  17. Zu ‚Hänsel und Gretel‘ muß ich mal ergänzen, das dieses Märchen als Lüge im Verschweigen der Wahrheit überdauert hat. Tatsächlich gab es einen Bäcker, der von einer Bäckerin ihr BrezelRezept erpressen wollte. Sie floh vor ihm von Bayern nach Würtenberg. Er folgte ihr und, als er weiterhin erfolglos blieb, bezichtigte er sie Kinder zu töten. Worauf sie als Hexe verbrannt wurde. Die Empörung darüber die gute Alte und ihre leckeren Brezel verloren zu haben hat sich in Grenzen gehalten. Die Methode Kindsmord als Vorwurf zu benutzen, um seinen (männlichen?) Willen durchzusetzen hat sich bis in unsere globale Gegenwart weiter entwickelt. Siehe USA /Iraak, wo Kuwait diesen Winkelzug anwendete.
    Wir bekommen in unserer Erziehung ein tiefverwurzeltes Schweigegelübde auferlegt. Deswegen kann die Lüge herrschen. Dieses Schweigen kann nur der Einzelne von innen brechen, wir können es nicht demokratisch abschaffen. Die Armut und das Alleinlassen ließen sich mit Gemeinwohl-Ökonomie abschaffen.

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  18. „Ab und zu fährt eine Alleinerziehende in den Urlaub und ein Kleinkind verhungert zuhause. Oder eine Frau ertränkt ihre neugeborenen Babys in Beton und versteckt sie wie tote Katzenbabys in Blumentöpfen. Oder eine Teenagerin ertränkt ihr Baby in der Badewanne – oder in Beton in der Badewanne – UND IHR SEID SCHOCKIERT? Ist das eurer Ernst? Ich bin nicht schockiert. Ich bin überrascht, dass es nicht öfter passiert.“

    Ich wusste ja, das wir in einer kranken Gesellschaft leben, aber ich wusste nicht, dass sie so krank ist. Jetzt wird mir deutlicher, warum so viele (Klein)kinder verhaltensauffällig sind und warum so viele Männer es nicht mehr mit ihren Frauen aushalten. Soviel Kälte und Selbstgerechtigkeit und so wenig Liebe ist schon … erstaunlich. (…)

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    1. Ja, wirklich unglaublich … Kälte und Selbstgerechtigkeit trifft es.
      Die Frau redet in dem ganzen Artikel nur von sich.

      Soweit ich weiß, geht es bei regrettingmotherhood um Frauen, die unter dem gesellschaftlichen Druck leiden. Bestimmt nicht um den Stress, im Bus keinen Platz angeboten zu bekommen.
      Diese Frauen bereuen ihre Mutterschaft, lieben ihre Kinder aber dennoch. Und würden daher wohl kaum auf die Idee kommen, ihr Kind in der Badewanne zu ersäufen. Geschweige denn, so etwas nachempfinden können.

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    2. Ja, wirklich unglaublich … Kälte und Selbstgerechtigkeit trifft es.
      Die Frau redet in dem ganzen Artikel nur von sich.

      Soweit ich weiß, geht es bei regrettingmotherhood um Frauen, die unter dem gesellschaftlichen Druck leiden. Bestimmt nicht um den Stress, im Bus keinen Platz angeboten zu bekommen.
      Diese Frauen bereuen ihre Mutterschaft, lieben ihre Kinder aber dennoch. Und würden daher wohl kaum auf die Idee kommen, ihr Kind in der Badewanne zu ersäufen. Geschweige denn, so etwas nachempfinden können.

      Sie bereuen ihre Mutterschaft, NICHT ihr KIND:
      https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-83335.html

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  19. […] Mütter feiern ist vielen wichtig, auch in feministischen Diskursen, in Schwarzen Diskursen. Mütter feiern hat auch irgendeinen Nachgeschmack von Nazizeit und Mütterkult. Muttertag kann auch Schmerz sein, eine Mutter verloren haben kann Schmerz sein, als Kind endscheiden zu müssen, dass es mit der Mutter nicht geht schmerzt. […]

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  20. […] Aber dort, an dieser Stelle ist noch mal ein (letzter?) Text zur Debatte aufgetaucht. “Alleine mit dem Hass der Gesellschaft” titel Jacinta. Und auch wenn ich an mehreren Stellen im Text japse – und dann wieder […]

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  21. Ich hätte ja nicht gedacht, dass zur Debatte noch was kommt. Und dann dieser Text, der einen erst umhaut und dann nachdenklich sitzen lässt.

    Ich mag nicht in allen Punkten übereinstimmen – meine Wahrnehmung ist da als Nicht-Alleinerziehende im südlichen, kinderfreundlichen Deutschland womöglich eine andere. Aber andere Punkte… gott ja!

    Ich hatte von Anfang an eine Lesesammlung zum Thema geführt, der Jacinda-Text ist mit drinnen. Also, ab jetzt, quasi.
    http://www.vereinbarkeitsblog.de/regrettingmotherhood-lesesammlung/

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  22. Ich muss John und Veldrin zustimmen, der Artikel ist sehr polarisierend – hier Männer und Frauen ohne Kinder und da Mütter. Unsere westliche Welt feiert die Individualiät und verteufelt damit die Familie. dabei wäre genau dies die Lösung und unsere Wiege. Das Mutter-Kind (aber auch Vater-Kind)-Verhältnis ist etwas vom einzigen, was uns noch geblieben ist. wenn wir das auch noch in Frage stellen… sind wir nichts mehr wert. Aber hauptsache wir haben unsere Freiheit und Individualität-.

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  23. Um ehrlich zu sein, hätte ich eine empathischere Reaktion in der männlichen Leserschaft auf diesen Text erwartet. Klar ist es eine subjektive Schilderung der eigenen Frustration und in vielerlei Hinsicht auch jammern auf hohem Niveau, weil man von vielen Gesellschaftsmodellen hört, in denen Mütter mit ihren Problemen stärker allein gelassen wird. Allerdings sind doch gerade solche Erfahrungsberichte wertvoll eben gerade in unserem sozialen Umfeld auch für die negativen/belastenden Aspekte einer Mutterschaft sensibilisiert zu werden. Mir leuchtet es jedenfalls sehr klar ein, dass Elternschaft eine Mehrbelastung für einen selbst bedeutet, die eben nicht vollständig ausgeglichen werden kann, durch gesellschaftliche Unterstützung. Und aus dieser Perspektive heraus darauf ein Augenmerk zu legen, in welchen Bereichen oft unmittelbar in der zwischenmenschlichen Begegnung diese Unterstützung untersagt wird, ist meiner Meinung nach essentiell, um einerseits ein Verständnis dafür zu entwickeln ob diese Verweigerung wirklich gerechtfertigt ist, beim nächsten mal nicht vielleicht sensibler mit der Situation umzugehen und seine eigenen Bedürfnisse zurückzustecken, aber auch eher die Kraft zu finden als Elternteil diese Unterstützung (oder wenigsten ein Grundmaß an Toleranz) stärker einzufordern. Es ist ja schon schlimm genug, dass dieses Problem heutzutage immernoch ein fast rein weibliches Problem ist und dass ein Vater anscheinend im Regelfall immer erst in zweiter Instanz die Überforderung der Erziehung am eigenen Leib erlebt, nämlich erst dann wenn die weibliche Mutterrolle ausfällt.

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  24. großartig. punkt.

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  25. „Alleine mit dem Hass der Gesellschaft“ – welcher Hass bitte ???!

    Sorry, aber ich habe selten solch einen ideologischen. inhaltslosen und sinnentleerten Geistes- Schrott gelesen, wie diesen Artikel von Jacinta Nandi. Meine Empfehlung: Steigen Sie doch einfach mal zur Abwechslung aus Ihrer bisherigen Opfersuhle und werden Sie endlich erwachsen.

    Meines Erachtens hat die Autorin ein recht derbes persönliches Problem und diesbezügliches Defizit – mit ihrer Rolle als Frau und Mutter, mit ihrer frühen Schwangerschaft, mit ihrer Rolle als Alleinerziehende, mit Männern grundsätzlich, mit denjenigen, die offensichtlich einen Porsche fahren, usw., die sie pauschal und verallgemeinernd auf den Rest der Gesellschaft projiziert. Hauptsache mal gejault auf ganz hohem Niveau und immer unterwegs auf akribischer Tätersuche im außen. Autorinnen, die die Welt nicht wirklich braucht und deren persönliches Frust- Gejammer man auch nicht wirklich lesen möchte.

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    1. Schade, dass viele hier mit heruntergeklapptem Visier und eingeschalteten Abwehrreflexen lesen.
      Ich würd’s noch mal probieren, und einfach mal beim Lesen versuchen, sich in die Situation hineinzuversetzen, die die Autorin beschreibt.
      Sie überspitzt manche Erfahrungen sicherlich, aber so, meine Damen und Herren, kann Muttersein in Deutschland AUCH aussehen; nicht Heile-Welt-in-der-Vorstadt, nicht Latte-Machiato-im-In-Cafe, sondern so, dass man froh ist um jeden einzelnen Tag, den man heil überstanden hat. Und zu diesem Gefühl der Hilflosigkeit und Überforderung kann AUCH eine gesellschaftliche Gemengelage aus Ellenbogenmentalität und Bewertungswahn beitragen. Wer jetzt so tut, als wäre die Autorin einfach eine überempfindliche Zicke, hat genau nichts verstanden, klickt sich aber hier weg und hat die Chance vertan, mal in die Situation von jemandem anderen reinzusehen. Schade eigentlich.

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    2. …schreibt die „Yamura – Großmeisterin, Ancient-Master-Healing-Meisterin – Schamanin“, hahahaha. Du musst es ja wissen. Vielleicht kannst du ja mit ein bisschen energetisch & spirituell-psychologischer Beratung weiterhelfen. Das braucht die Welt ja ganz dringend.

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  26. […] Position so richtig entscheiden. Die beiden besten Texte, die ich dazu bisher gelesen habe sind “Allein mit dem Hass der Gesellschaft” in dem Jacinta Nandi sich fragt, ob “die Gesellschaft” nicht möglicherweise mit dran […]

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  27. […] Fast hatte ich das Gefühl, keine Artikel mehr zu #regrettingmotherhood lesen zu wollen. Bis Jacinta Nandi mir gezeigt hat, dass eben doch noch nicht alles dazu gesagt ist. Hier der beste Text zur Debatte: Alleine mit dem Hass der Gesellschaft […]

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  28. […] Einen so heftigen und ehrlichen Text zu #regrettingmotherhood habe ich noch nicht gelesen, eigentlich möchte ich den ganzen Artikel zitieren: “Heutzutage gibt es zwei Klassen von […]

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  29. […] Einen so heftigen und ehrlichen Text zu #regrettingmotherhood habe ich noch nicht gelesen, eigentlich möchte ich den ganzen Artikel zitieren: “Heutzutage gibt es zwei Klassen von […]

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  30. Mein Gott… ich weiß nicht ob ich weinen oder lachen soll, ob dieser ungeschönten Wahrheit. Jedes Wort aus deinem Text kann ich nachvollziehen. Jedes. Ich bin es so leid mich zu schämen oder ein schlechtes Gewissen zu haben. Mein Kind war kein Wunschkind.

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  31. Toll! Danke! Toll!

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  32. […] Jacinta Nandi liefert mit ihrer Anklage an die kinderfeindliche Gesellschaft einen der stärksten Beiträge zum Thema #regrettingmotherhood ab. (Resonanzboden) […]

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  33. […] Nandi lebt mit ihrem Sohn in Berlin und hat neben vielen Texten für Lesebühnen auch einen meiner Lieblingstexte zur #Regrettingmotherhood-Debatte geschrieben. Gerade ist ihr Buch Nichts gegen blasen erschienen. Wie sie als Alleinerziehende […]

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  34. wunderbarer text – so toll geschrieben. es geht übrigens auch umgekehrt. ich bin eine bewusst kinderlose frau – wollte nie welche – und wurde lange zeit immer wieder mehr oder weniger dazu genötigt, mich dafür zu rechtfertigen: „warum willst du denn keine kinder haben?“ highlight (da war ich anfang 30): „was ist dir denn in deiner kindheit passiert, dass du keine kinder haben willst?“ zum glück bin ich jetzt über 40, habe weiße haare – jetzt fragt keineR mehr. und ich bin sehr froh darüber. und auch immer noch sehr froh über meine kinderlosigkeit.

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  35. Der Text ist zwar schon älter, aber es ist schöner Artikel, den ich gerne gelesen habe, nachvollziehbar und auf den Punkt gebracht. Jede Mutter ist mal müde und überfordert, aber es sollte nicht mit dem anklagenden Finger auf sie gezeigt werden, Mütter haben Unterstützung verdient.

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  36. Wie viel Arschweh kann ein Mensch haben? Ich habe es nicht geschafft deinen Beitrag bis zum Ende zu lesen, da ich grundsätzlich ein Problem mit Menschen habe, die sich selber in ihre scheiß Opferrolle gezwängt haben und sich im Selbstmitleid suhlen. Ganz ekelhafte Angelegenheit!

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